Wat Anton Pachulke auffe Hochzeit seine Daffne-Lou mittenWaldemar-Kevin  innet Stammbuch sachte.

 

"Dat is mich un meine Herta qausi die größte Freude von meinen ganzen Leben bis jetz,  die Ehe-Feierlichkeiten von unseren Nachwuchs mit Si un uns Alle vonnen ganzen Herzen besuchen zu können.  Hier in dat festlich illumierte Hochzeitslokal mit den schönen Namen 'Zum feuchten Wiesengrund' sind wir in unser ganzes Stuß un Staat hingekommen, damit wir wat ganz Besonders zu begehen tun. In diese feierlichen Stunde hat meine Elfriede zu mich gesacht, dat ich für die Kinder un für Euch, ich will mal so sagen, für die angekommenen Gäste un unsern ganzen Familienanhang zu euere Ehre mal so wat richtig schönes anne Rede halten kann. Ihr kennt ja Euern Vatter, dat er nich auffen Mund gefallen is, abber dat mit den Festreden is mich nich anne Wiege gesungen, abber ich will mal nix sagen, bloß dat eine, wat sein muß, dat muß. So bin ich also freudig errecht, dat ich diese Ehre wahr- nehnen kann un, wie ich schon bemerkt habe, die Festtags-Londatio für mich un zu Eueren Vergnügen abhalten tu.        Ich kann dat ruhig für alle von mich zum Besten geben, datse für jeden hier in den Festsaal wetten können, dat et mit die Beiden nich noch mal wat gibt. Die Elfriede hat mich ständig  inne Ohren gelegen, dat mitte Daffne-Lou un den Waldema-Kevin, dat kannse für immer  vergessen. Der Bengel kann sich dat lecker Mädchen vonne Backe putzen, weil er sowat, aus sonnen guten Stall, wie dat Daffne-Lou, nich wieder zu kriegen hat. Di Herta ging mich ständig auffen Geist, pass ja auf, dat der Bengel uns nich sonn Flittchen vonne Straße ranschleppt. Wat meinse, wie wir dann vor de ganze Nachbarn dastehen und dat Frau Kwatschinski über all rum tratscht, typisch die Pachulkes mit den Rotzigen, da kannse auch  nix anders von erwarten tun. Ich sachte dann immer zu meine Herta, wat willse denn machen, in den Lümmel steckse doch nich drin.  Abber et is ja noch mal gut gegangen und heute an diese schöne Stelle gehen wir dat  freudige Ereignis von die Zwei bekannt, dat sich unser Waldema-Kevin mit dat Daffne-Lou, hoffentlich für alle und ewige Zeiten vereinigt haben. Dat die geehrten Altvordern von dat Daffne-Lou immer so gut nachgeholfen taten, dattet zu die glückliche Vermählung gelangt is,  möchte ich hiermit innen Namen von meine ganze Familie aus meinen ganzen Herzen  besten Dank sagen, ährlich. Besonders von Dich, meine liebe Herta, dat ich Dir ja jetz  so persönlich anreden darf. Du weiss ja, Elfriede, zu Dich hab ich immer gesacht, wenn ich Dir nich zu Hause hätte, wär die Herta auch wat für mich gewesen. Meinen lieben Hans-  Karl, datte mich dat auch nich krumm nimms oder innen falschen Hals kriechs, ich mein auch nich, wat du jetz denks. Schon in meine Stammkneipe, da kenn ich Dich, lieben Kalle, wie wir immer zu sagen tun, hab ich an alle verkündet, dat die Koschinskis uns richtig  gut liegen tun un ich auf die nix kommen lassen will, dat kannse mich abnehmen,j au.  Also nochmals einen richtigen Dank auch für Euer Daffne-Lou mit unser Waldema-Kevin.  Unn nun zu die ganze Festgemeinde an diesen hohen Feiertag von die Zwei, die frisch in- nen Stand vonner Ehe verbunden sind. will ich mal so sagen, dat ich mich nochmal freuen tu, dat Se alle so zahlreich hier auffe Bildfläche gekommen sind. Als Ehrenmitglied von unser Familie weilt unser Oppa Heini mit seine Omma Olga bei uns, die ich nochmals herz- lich vonne ganzen Seele grüße, dat se hier weilen, weil se trotz die vielen Wehwehchens un Makkens, an die se sich mitrumschlagen, sich nich lumpen gelassen haben, nachet Festlokal zu gelangen. Der hochwürdiger Herr Paster, der unsere Blagen für ihr heiliges Hochzeitsver-sprechen getraut hat, hat sich seine Ehre nich nehmen lassen un tut an unser langen Festtafel Platz nehmen. Lieben Herr Superintelligent, dat hätten wir alle nich von Si gedacht, dat  Si sich herunterlassen tun, um bei uns inne Mitte Speis un Trank anzunehmen, dat werden  wir Si ihr Lebtag nich vergessen. Der Paster-Kollege vonne anderen Fakeltät is noch immer auffen Schlips getreten, wegen die gemischte Ehe. Dat Gesicht von den hätteter sehen sollen bei de ökönomische Trauungszeronomie. Un dat der Segen, hatte innne Predigt mit sonne Fleppe uns mitten innet Gewissen gesacht, von ihn auch nur de Hälfte wert sei. Dann hat er noch so vor sich hingebrummt, dat er nich zu unsere Tafel käme, weiler auffen Beichtstuhl den ganzen Tach festsitzen täte. Wer dat glaubt, der kennt auch den Weihnachtsmann, hab ich noch so bei mich un vor mir hingedacht Dat dafür abber die Tante Antonette, die durch unser Onkel Loui inne Familie geheiratet  is, obwohl se den schon so früh unter de Erde gebracht hat, direkt von dat sündige Paris nach hier geeilt is, wollen wir si hoch anrechnen. Un ganz besonders sind wir dankbar, dat se gekommen is, wo se doch dafür dat große Haus mit die vielen Mädchens drin, di sons mutterseelens allein auffe Straße stehen müssen, für uns allein lassen tut. Ich hab mit meine Elfriede noch so gesacht, dat se neben den Hochwürden zu sitzen kommt, weil se ja Beide sich ne Masse vonne Fürsorge vonne gefallenen Induvidien zu berichten haben un  sich dat ganze Leben umme armen Menschenskinder kümmern. Unser guten Antonette hat mich auch innen Vertrauen gesacht, dat, wenn dat mit die Beiden nich klappt, dat dat Daffne-Lou, wenn alle Stricke reissen, zu Si nachet Pariser Etarblissermeng herzlich eingeladen is. Un jetz zu di Hauptpersonen von den ganzen Ehrentag.  Meine liebes, leckeres Blag - Daffne-Lou - un meinen lieben töften Waldema-Kevin, Ich weiß nich richtig, wat ich so zu Euch, meine lieben Kinder berichten soll, ausser dat ich Euch beglückwünschen tu. Ich weiss ja nich, ob für Dich, meine liebe Daffne-Lou, die du Dich als meine nunmehr angeheiratete, zukünftige Schwiegerstochter, über alle die neuen Mutterrollenspiele un wat da so alles mit zusammen hängt, auch genug aufgeklärt hat, oder, obse so ganz ohne wat zu ahnen, inne Hochzeitsnacht gehen tus. Dat mit unser Waldema- Kevin is auch nich besser. Die Elfriede hat mich dat mit die Sexualabklärung immer inne Schuhe geschoben, obwohl ich si gesacht hab, datte se dat besser kann un sowat auch annet Haus un Herd gehört un dat di feine Frau Gattin ja sons auch nich besonders viel zu tun hat. Ich hab si noch gesacht, dat se sich vor diese Geschlechtssachen nich so drücken soll un sie sich dat mal durchen Kopp gehen lassen muss, wofür ich mich den ganzen Tach kaputt malochen tu. Dann muss ich mir auch noch mit sonne peinliche Angelegenheit rumschlagen, wenn'se dir da verdammt nicht aufregen solls, is doch wahr!. Der Paul- Heinz von unser Stammtisch hat noch zu mich gesacht, nimm den Rotzigen doch einfach mal mit innen Puff, dat er weiß, wo die Glocken hängen. Da hättse mich aber mal sehen müsen. 'Bisse noch zu retten', hab ich mir escherviert, wenn dat die Elfriede rauskriegen täte, dann is bei uns abber der Deibel los, da kennse abber meine Alte schlecht. Siehse, mein lieben Fileus, so isset dabei bis jetz gebliebe un dat kannse ruhig unser Mama verdanken, dat jetz so ohne alles mit de Daffne-Lou deine Ehenacht so ohne  alles begehen muß. Vielleicht kann dich dat Daffne-Lou noch den ein oder anneren heißen Tip geben. Wenn die Mutter von si, mit die Sexerklärung auch nix annen Hut hatte un von dat ganze Geschlechtszeug auch nich die Bohne Ahnung hat, wie deine Mutter, dann  hasse diese Nacht mal widder schlechte Karten.  Jetz hat mich meine Elfriede, wat deine Frau Mutter is, eingeschärft, dat ich dat in meine Ansprache widder son bisken gut machen soll. Für die peinliche Situaton von sonne Hoch-zeitsnacht will ich Euch so von Mann zu Mann noch nen paar Tips auffen Weg geben tun. Ihr kennt mir ja alle als en Taubenvatter un jetz habt ihr mir zu einen Brautvatter un zu einen Schwiegervatter gemacht. Mitte Kröppers kenn ich mir ja bestens aus un die Kumpels vonnen Taubezuchtverein sagen immer zu mich, Anton, von dat mit de Vögeln macht dich keiner wat vor. So will ich euch von meinen Lebenslauf un meine reiche Erfahrung für dat,  wat mit die ganzen Hochzeitsgelegenheiten ansteht, zum besten geben.     Weil euere Frau Mutters für dat Aufklären in euere Pubatät sich zu fein oder so schamlos waren, haben Euere Väters, wat da sind der Hans Karl, dat heißt, der Kalle un meine Wenig- keit ausse Fürsorge heraus als Hochzeitsgeschenk ausklamüsert, Euch ne 10-ner Karte fürren Zoo raugesucht. Un dann haben wir uns gedacht, dat er Euch dat im Affenkäfig, spezell bei de Bonobos, mal so richtig abkukken tut, wie di dat die ganze Zeit so machen. Aber ihr braucht keine Angst zu haben, so oft, wie di dat tun, braucht ihr sowat nich unbe-auch zu treiben, weil dat auch nich gesund sein soll.    Ich will mal so sagen, wat ihr Zwei bis immer heimlich gemacht habt, dat dürft-ter ab jetz  richtig tun un dat alles ohne die Pille denn son bisken habt er ja schon auffe Straße von  dat ganze Sexellle aufgeschnappt, auch ohne die Bonobos. Un so wünscht Euch alle die Festanwesenden, dat Euch dat mitte Hochzeit richtig Spass machen tut un dat dat  Genieren wegfällt, bis dat im Bett oder inne Küche euch dann richtig leid wird. Un dann  sach ich zu dich, liebe Daffne-Lou, dat wennse mal kein Lust has, datte den Waldema- Kevin einfach sachs, datte Megräne has, wie dat meine Elfriede auch immer tut.   Un meinen Herrn Sohn kann ich den Rat auffen Weg geben, datte dat die Daffn-Lou nicht  so krumm nehmen darfs. Dann sachse zu dich, is doch scheiß- egal, auf dat eine Mal  mehr oder weniger kommt et auch nich an. Dann gehse einfach inne Kneipe oder auf  Schalke wie ich dat schon immer tu.  Un nun zu Dich, liebe Daffne-Lou, will ich mal so sagen, wenn dat mit deinen Waldema- Kevin nich so hinhaut, wie de Dich dat ausgedacht has, ich mein mit dat im Bett, dann  musse nich direkt denken, datter bei die Chantalle fremd gegangen war, sonders dat er  Ärger auffe Maloche mit den Vorarbeiter hat oder dat Schalke auffen eigenen Platz ne  Packung gekricht hat. Dann darfse Dich nich direkt zu de anneren Kerle umkukken, oder  nach die heißen Italienärs vonnen Eissalon innne Siedlung hinterherrennen. Laß dich von  mich gesacht sein, dat is mit di auch nich immer dat, watte denks.   Un weisse Waldema-Kevin, wenn Dich dat Daffne-Lou mal vonne Fahne geht, musse nich sofort son Theater machen. Elfriede, weisse noch, alsse wat mit den Jovanni un seinen Kegelclub hattes un mit die in Majorka wars, wat hab ich zu Dich gesacht, alsse nach die vier Wochen widder angekrochen kams, 'Schwamm drübber' un vergisses, hab ich in meine Tolleranz gesacht. Ich quatsch nicht über deinen Jovanni un du rechs dich nich auf über mir un di Mutter von di Chantalle von nebenan. Wenn ihr immer an dat gute Beispiel vor Augen habt, wat wir als Eure Vorbilder Euch vorher gelebt haben, dann kann nix schiefgehen.  Wenner jeden abend vorre Glotze mit de Bierkes hockt oder annet twittern mit den Face- books seit, übertreibt dat nich mitte Frigeditäten, damit ich irgendwann mal nen kleinen Pachulke auffen Arm un innet Haus kriech, damit dat mit unser Stammbaum auch richtig weiter gehen tut. Dat is mich zwar peinlich, dat ich dat hier in diese Runde sagen muss,  aber laßt die Finger von die SMS. An unsern Stammtische hat der Hubert erzählt, dat da- bei schon mal einer erstickt is un eine Dame von de Seile durche freiwillige Feuerwehr be- freit werden muss.  Denkt immer an eurn alten Vatter, wat er Euch hier un heute an diese Feier in euer Stammbuch für dat ganze Leben gesacht hat. Jetz bitte ich die ganze Festgemeinschaft sich un dat Glas vonnen Stuhl zu erheben, außer unser Opa un Oma natürlich, un auf dat Daffne- Lou un den Waldema-Kevin mit einen herzlichen Glückauf anzustoßen. Mögen die vielen Kinder von die Beiden bis innet letzte Glied, wie man so sacht, und unser frisch Vermählten  ein langes und gutes Leben beschieden sein un alle dreimal Hoch sollen se leben.   Jetz macht Euch alle über dat geöffnete Büffett her un mampft in Euch rein, dat die Schwarte  nur so kracht. Vergeßt auch die vielen Spirutosen und die leckeren frischgezappten Bierkes nich. Un zum Schluß von meine bewegte Rede, vor die ich sonnen Bammel hatte un die nochmals gut gegangen is, stimmen wir dat schöne Familienliedken an - 'Zum Wohle, zum Wohle auf Euern Vatter seine Kohle."